Laufen war schon immer genau mein Ding. Seitdem ich 16 bin, schnüre ich regelmäßig die Laufschuhe. Ein Schulfreund hat mich dazu gebracht. Inzwischen sind tausende Kilometer in den verschiedensten Ländern zusammengekommen.

Anfangs war ich nur freizeitmäßig unterwegs. Wettkämpfe haben mich schon in der Schule nicht interessiert. Mit 22 habe ich dann doch an meinem ersten 10-km-Lauf teilgenommen. Ich wurde 3. von 67. Aber das war nicht das Entscheidende. Etwas anderes war viel wichtiger für mich: Ich habe gemerkt, dass es mich pusht, “gegen die Uhr” zu laufen.

Wozu sind Körper und Geist fähig?

Von da an hatte mich das Lauffieber erst so richtig gepackt. Ich nahm regelmäßig an Wettkämpfen teil. Nicht, um zu gewinnen. Es war der Kampf gegen mich selbst, der mich gereizt hat. Ich wollte ans Limit gehen, wissen, wozu mein Körper und Geist fähig sind.

Drei Jahre später kam der nächste wichtige Schritt: Mein erster Halbmarathon in Hamburg. Die Bedingungen waren leider nicht optimal: Eine kleine Verletzung hatte mich im Training zurückgeworfen. Am Ende konnte ich meine Zielzeit von zwei Stunden aber einhalten.

Der Marathon als nächster Kick

Inzwischen bin ich in Rom, Amsterdam, Berlin und auch Madrid gelaufen. Doch auch hier verspürte ich irgendwann den nicht mehr “meinen Kick”. Mir war bewusst, auf welche Stufe ich mich jetzt begeben werde: Den Marathon! 42,195km! Das ist nochmal eine ganz andere Herausforderung.

Auf meinen ersten Marathon in Berlin habe ich mich fast ein Jahr Vorbereitung vorbereitet. Dann war es soweit: Ich stand mit tausenden anderen Freizeitläufern an der Startlinie von einem der größten Laufevents der Welt!

Die Enttäuschung beim Debüt

Die Euphorie, die mich über die ersten Kilometer brachte, verflog leider viel zu schnell. Ich konnte meine pace nicht halten und war schon bei der Hälfte 14 Minuten unter meiner anvisierten Zeit. Ab km 35 kamen Magenschmerzen hinzu. Am Ende kam ich völlig erschöpft nach 3:52 Stunden ins Ziel. Ich bin mir heute noch nicht sicher, was größer war: Die Enttäuschung über meine Zeit oder der Stolz, durchgehalten zu haben. Am Ende war es wohl eine Mischung.

Mir war klar: Ich muss mein Training optimieren

Eines war mir relativ schnell klar: Das war nicht mein letzter Auftritt in Berlin. Im nächsten Jahr würde ich besser vorbereitet sein und meine Leistung stabil durchbringen. In meiner Laufgruppe hatte ich von meinem Berlin-Debüt berichtet und da meinte Felix, genau das sei ihm bei seinem ersten Marathon auch passiert. Felix ist der Erfahrenste Läufer unserer Gruppe. Er ist schon mehrfach in Boston und New York gelaufen. Er hat mir vom Aeroscan CHECKUP erzählt und gesagt, dass sein Training danach viel strukturierter und effektiver war. Also habe ich den CHECKUP ausprobiert. Mir ging es genauso.

Die “Revanche” ist geglückt

Es hat sich herausgestellt, dass ich im Training viel zu schnell unterwegs war. Ich habe deutlich langsamere Einheiten in mein Grundlagentraining eingebaut, denn nur mit einer ausgeprägten Basis ist im Rennverlauf auch eine Steigerung der Wettkampfgeschwindigkeit möglich.

Wenige Monate später stand ich wieder in Berlin am Start. Sicher, dass nichts schief gehen wird. Am Ende war ich nach 3:25h im Ziel. Ich war überglücklich. Ich hatte es geschafft. Ich war nicht nur 27 Minuten schneller als im Vorjahr und bin ohne Magenschmerzen ins Ziel gekommen. Ich wusste auch, dass ich im nächsten Jahr definitiv noch schneller sein werde!