Dem Alter einfach davonzulaufen, ist eine Traumvorstellung? Von wegen! Eine Studie belegt, dass sich regelmäßige Bewegung nicht nur positiv auf Körper und Geist auswirkt, sondern auch die Zellen verjüngt. Entscheidend ist dabei die Art von Training.

Hand aufs Herz: Du hast dir bestimmt schon mal gewünscht, das Älterwerden zu stoppen oder zumindest ein bisschen hinauszuzögern? Die Zeit lässt sich natürlich nicht anhalten, der Alterungsprozess deiner Zellen aber tatsächlich verlangsamen. Forscher fanden heraus, dass Bewegung die Telomere günstig beeinflusst. Telomere? Was sich sehr wissenschaftlich anhört, ist leicht erklärt: Telomere sind die Endkappen deiner Chromosomen – und eine Art Maßstab für dein biologisches Alter. Unterschreitet ein Telomer eine gewisse Länge, kann sich die Zelle nicht mehr teilen – und stirbt folglich ab. Das Gute: Telomere lassen sich genauso gut verlängern. Wie? Durch regelmäßige Bewegung.

Sechs Monate gezieltes Training
Genau dies sollte eine Studie belegen: Aufgeteilt in drei verschiedene Testgruppen, unterzogen sich 124 gesunde, aber unsportliche 50-Jährige einem sechsmonatigen Sportprogramm. Alle trainierten dreimal wöchentlich à 45 Minuten. Gruppe 1 absolvierte ein moderates Lauftraining, bei dem ihre Herzfrequenz auf 60 Prozent ihrer maximalen Herzfrequenz anstieg. Hingegen hatte Gruppe 2 ein hochintensives Intervalltraining zu bewältigen: 4 Minuten Maximalbelastung und 4 Minuten Ruhepause im Wechsel. Für Gruppe 3 stand ein Krafttraining in Form eines Zirkeltrainings mit acht Geräten auf dem Programm. Zu Beginn sowie am Ende der Studienphase unterzogen sich die Teilnehmer einem Blut- sowie Belastungscheck.

Moderate Ausdauerbelastung gegen Zellalterung
Die Ergebnisse der halbjährigen Testphase waren erfreulich. Bei allen Probanden ließ sich eine Verbesserung der körperlichen Fitness, sprich, eine Erhöhung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2 max) feststellen. Jedoch zeigte sich nur bei den Ausdauersportlern eine positive Veränderung der Telomeraseaktivität sowie eine Verlängerung der Telomere um 3,3 bis 3,5 Prozent. Was im Umkehrschluss bedeutet: Ausdauertraining wirkt sich günstig auf die Zellen aus und kann deren Alterungsprozess verlangsamen. Krafttraining ist daher kein Ersatz für Laufen, Walken, Radfahren und Co., sondern eine sinnvolle Ergänzung.

Allerdings ist Ausdauertraining nicht gleich Ausdauertraining. Um optimal zu trainieren und effektiv der Zellalterung vorzubeugen, musst du deine individuellen Trainingsdaten kennen. Beim Aeroscan CHECKUP erfährst du beispielsweise, mit welcher Herzfrequenz du dich wie lange bewegen solltest – und somit das Älterwerden noch etwas auf später verschiebst.