Mittlerweile gibt es nahezu alle Lebensmittel in einer „Light”- oder “Balance”-Version. Laut Hersteller enthalten diese weniger Kalorien, helfen beim Abnehmen und sind Teil eines gesunden Ernährungsverhaltens. Doch was als so gesund und „leicht” verkauft wird, ist oftmals genau das Gegenteil.

 

Fakt ist, der Fettanteil der Ernährung ist bei vielen Menschen deutlich zu hoch. Da helfen doch Light-Produkte, oder? Der Vorteil für den Käufer scheint eindeutig: Nehme ich weniger Fett zu mir, bewege ich mein Ernährungsverhalten in die richtige Richtung (und verliere möglicherweise noch ein paar Kilos). Das Resultat ist oft ein anderes. Das Gewicht steigt eher als dass es sinkt. Warum? Die Käufer erliegen dem Irrglauben, deutlich mehr essen zu können als vorher, weil das Produkt weniger Kalorien enthält.Das Problem: Die Kalorienfalle.

Dieser Trugschluss hält sich bis heute. Ja, Light-Produkte enthalten weniger Fett. Aber das ist nicht unbedingt gut. Denn der Magen lässt sich nicht so einfach überlisten. Durch das fehlende Fett tritt das Sättigungsgefühl deutlich später ein, und der Hunger bleibt bestehen. In der Regel isst man insgesamt mehr – und nimmt daher mit der Light-Variante sogar mehr Kalorien zu sich. Ein weiterer Nachteil: Das fehlende Fett wird häufig durch künstliche Geschmacksverstärker, Zucker und Wasser ersetzt. So verliert das Produkt zahlreiche wichtige Nährstoffe.

Fit durch Fette

Qualität ist also besser als Quantität: Anstelle von Light-Produkten kommen unbehandelte Lebensmittel mit einem natürlichen Fettgehalt auf den Tisch. Diese sättigen schneller und langanhaltender – du isst automatisch weniger. Achte auch bewusst darauf! Enthalten sind zudem essentielle Fettsäuren wie Omega-3, die der Köper nicht selber produzieren kann.

Süßer Irrtum

Darüber hinaus stecken in Diätprodukten meist Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe, die deinem Körper die Aufnahme von Zucker vorgaukeln. Sprich, Rezeptoren in der Zunge kündigen dem Gehirn fälschlicherweise die Aufnahme von Zucker und einen steigenden Blutzuckerspiegel an. Die Reaktion ist eine verstärkte Insulin-Ausschüttung. Da der „richtige“ Zucker ausbleibt, sinkt dein Blutzuckerspiegel stark ab – die Folge ist Heißhunger. Besser: Du süßt sehr sparsam (!) mit Zucker oder Honig. Noch viel besser: Du verzichtest ganz darauf. Da sich dein Geschmackssinn trainieren lässt, fällt dir das nach rund zwei Wochen auch nicht mehr schwer.

Obst und Gemüse satt

Viel Obst, noch mehr Gemüse: Bei Obst darfst du reichlich zugreifen, insbesondere bei den kohlenhydratarmen Sorten wie Beeren oder Papaya. Von Gemüse und Salat kannst du nahezu essen, soviel du möchtest – das gilt natürlich nicht für das Dressing. Allerdings vertragen Magen oder Darm große Mengen oft nicht. Bekömmlicher sind Smoothies: 70 Prozent Gemüse, 30 Prozent reifes Obst, etwas Wasser, eventuell ein paar Tropfen Leinöl oder Kokosöl dazu. Das ist gesund, „light“ und darf Appetit auf mehr machen.