Er gilt als Geheimwaffe, um den Fettstoffwechsel zu trainieren: der Nüchternlauf. Doch was ist wirklich dran? Und was solltest du beachten?


Ein optimaler Fettstoffwechsel ist das A und O, um Top-Leistungen zu erbringen. Das Zauberwort heißt hier Nüchterntraining – zumindest ist das unter Sportlern weit verbreitet. Auch du schnürst regelmäßig vor der ersten Mahlzeit des Tages deine Laufschuhe? 

Von Beginn an „in den Fetten“

Damit erleichterst du es deinem Körper, beim Sport auf seine Fettspeicher zurückzugreifen. Denn ist der Blutzuckerspiegel durch das “Fasten” im normalen oder unteren Normbereich, läuft der Fettstoffwechsel schon in den ersten Trainingsminuten direkt auf Hochtouren. Immer vorausgesetzt, du bewegst dich im richtigen Trainingsbereich! Bist du zu schnell unterwegs, zwingst du deinen Körper, vermehrt auf die schneller verfügbaren Kohlenhydrate zurückzugreifen. 

Trainierst du dazu auch noch nüchtern, ist die Gefahr groß, dass du während des Trainings in einen Unterzuckerungszustand kommst – Schwindel, Kaltschweißigkeit und nicht zuletzt Hunger sind die Folge. Übergehst du diese Warnsignale deines Körpers, kann es sogar passieren, dass  dein Körper sich am Muskelprotein bedienen muss. Regelmäßig praktiziert, führt das zu einem Abbau der Muskulatur und schwächt dein Immunsystem.

Moderat und in Maßen

Wer nüchtern laufen möchte, muss also sicherstellen, dass die Trainingsintensität (Geschwindigkeit) stimmt. Wo deine optimalen Trainingsbereiche liegen, erfährst du bei deinem Aeroscan CHECKUP. Baust du Nüchternläufe in dein Training ein, reicht das ein- bis maximal zweimal pro Woche. Empfehlenswert sind extensive Dauerläufe zwischen 30 und 60 Minuten bei optimaler Fettverstoffwechselung.  

Trinken muss sein

Um dem Proteinabbau zusätzlich vorzubeugen, trink vor dem Nüchternlauf eine gut verdünnte Saftschorle. Schwarzer Kaffee oder Espresso können zudem den Fettstoffwechsel anregen und deine Leistung pushen. Überhaupt: Trinken ist vor dem Nüchternlauf Pflicht – zumindest ein Glas Wasser.

Geheimwaffe zur Gewichtsreduktion?

Unter den genannten Voraussetzungen kann das morgendliche Nüchterntraining eine wirksame Maßnahme sein, um deinen Fettstoffwechsel zu trainieren. Allerdings nicht die einzige. Wartest du nach einer Mahlzeit drei, besser vier Stunden, ehe du mit deinem Training beginnst, ist der Effekt ein ähnlicher.

Willst du ein paar Pfunde verlieren, ist der Nüchternlauf übrigens weniger sinnvoll. Denn damit die Pfunde purzeln, zählt vor allem eine negative Energiebilanz –  und beim Nüchternlauf ist der Kalorienverbrauch aufgrund der geringen Intensität vergleichsweise gering. Du müsstest also für einen hohen Kalorienverbrauch sehr lange trainieren.  Fettstoffwechseltraining ist daher nicht zu verwechseln mit “Fettabbautraining”.